Interview mit Schauspieler Peer Jäger
(von Januar 2007)
Was war eigentlich das allererste, was Sie fürs Fernsehen gemacht haben? Wann war das?
Eine meiner ersten Rollen vor der Kamera war 1965 die des Leutnant Malorti im DEFA-Film 'Der Reserveheld'.
Was wären Sie geworden, wenn nicht Schauspieler oder wollten Sie schon immer Schauspieler werden?
Ich bin Schauspieler geworden, weil ich immer auf die Theaterbühne wollte. Einen anderen Berufswunsch hatte ich nie.
Was schätzen Sie besonders an der Serie Notruf Hafenkante, bzw. an den Dreharbeiten dazu?
Ich schätze die guten Geschichten, die in dieser Serie erzählt werden. Sie sind realitätsnah und werden mit Herz und Verstand erzählt. Wenn es gute Bücher gibt, machen die Dreharbeiten natürlich
viel Spaß.
Wie ist die Zusammenarbeit im ‚Notruf Hafenkante`-Team?
Wir sind ein tolles Team, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Wir arbeiten gut miteinander, lachen aber auch viel.
Gab es Momente am Set, die so besonders waren, dass Sie diese in Erinnerung behalten haben? Vielleicht eine Anekdote, die Sie mit den Lesern des Interviews
teilen möchten/können?
Etwas Spezielles gibt es für mich nicht. Ich werde die gute Stimmung und die angenehme Zusammenarbeit in Erinnerung behalten.
Trefft ihr euch auch privat und unternehmt was zusammen?
Viel Zeit bleibt mir meistens nicht für private Aktivitäten mit meinen Kollegen, weil ich in Berlin lebe und nur zu den Drehtagen nach Hamburg fahre. Aber manchmal treffen wir uns nach
Drehschluß, um noch einen Absacker zu trinken.
Wie viel Peer Jäger steckt in Martin Berger, bzw. wie viel Martin Berger steckt in Peer Jäger?
Als Schauspieler ist es mein Beruf, mich in die unterschiedlichsten Rollen einzuarbeiten. Aber natürlich findet man auch ein wenig Peer Jäger in der Rolle Martin Berger.
Wie sehr ärgern Sie Versprecher oder andere Pannen auf der Bühne und beim Dreh?
Versprecher und Pannen ärgern mich nicht, weil wir alle nur Menschen sind. Anstrengend wird es aber für alle, wenn Fehler aufgrund von Unachtsamkeit oder Desinteresse passieren.
Mit wem würden Sie gerne mal vor der Kamera stehen? Oder gibt es einen Regisseur mit dem Sie gerne mal arbeiten würden?
Einen männlichen oder weiblichen Lieblingskollegen oder einen Lieblingsregisseur habe ich nicht. Ich durfte schon mit vielen tollen Kollegen vor und hinter der Kamera arbeiten.
Gibt es eine Lieblingsrolle, die Sie schon gespielt haben oder die Sie gerne mal spielen
würden?
Da ich vom Theater komme, gehören die klassischen Charaktere sicherlich zu meinen Lieblingsrollen. Aber auch meine Fernsehrollen liegen mir sehr am Herzen.
Was muss eine Rolle ausstrahlen, damit Sie sagen: Diese Person möchte ich gerne spielen?
Ich muß schon beim Lesen des Buches das Gefühl haben, daß sich der Autor bei der Entwicklung der Rolle Gedanken gemacht hat und daß es sich bei dem Charakter um einen Menschen mit Stärken und
Schwächen handelt. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob die Rolle wenige oder viele Drehtage hat.
Was bedeuten Fans für Sie?
Ich fühle mich immer sehr geehrt, wenn mir Menschen sagen oder schreiben, daß sie Fan von mir sind. Denn das bedeutet, daß ich sie mit meiner Arbeit erreichen konnte.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Wenn es meine Zeit erlaubt, mache ich Sport, lese viel und gehe sehr gern ins Theater und ins Kino.
Vielen Dank für das Interview.
(c) Carina Becker

